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Vermilion Cliffs NM (the Wave, White Pocket, Coyote Buttes)

Neben dem Antelope Canyon war der Besuch der South Coyote Buttes des Vermilion Cliffs NM der Höhepunkt unserer letzten Reise durch den Südwesten der USA.

Dieses einzigartige Gebiet steht unter strengem Naturschutz und darf nur von maximal 20 Personen pro Tag mit einer Genehmigung besichtigt werden.

Nach vier erfolglosen Versuchen eine Genehmigung in der Online Lotterie des BLM für die bekannteren North Coyote Buttes mit der Wave zu bekommen, haben wir die südlichen Buttes gewählt und ziemlich problemlos einen Permit erhalten.

Das Gebiet ist nur über eine Schotterstrasse (der Houserock Road) und über Sandpisten zu erreichen. Es bedarf eines entsprechenden 4 Rad angetriebenen Fahrzeugs und viel Erfahrung, um durch den stellenweise knietiefen Sand und über die abrupt vorhandenen Felsstufen zu fahren.

Unser Navajo Reiseführer, Virgil Homer
Unser Navajo Reiseführer, Virgil Homer

Wir haben uns einem einheimischen Navajo Führer mit dem Namen Vergil Homer anvertraut. Dieser arbeitet für Dreamland Safari Tours in Kanab. Morgens holte er uns von unserem Campsite in Kanab, Utah ab. Zur House Rock Road wählte er die südliche Zufahrt.

Hier unsere Route von bis Kanab/Utah mit den beiden Stopps

Pine Tree Pocket

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Pine Tree Ranch

Der erste Stopp (wenn man von einem kurzen Stop an einem überraschend gut gepflegten wasserlosen WC an der House Rock Road absieht) war die alte verlassene Ranch am Pine Tree Pocket. Zum einen nutze Virgil die Pause, um Luft aus den Reifen zu lassen, denn bis dahin war die Strasse noch relativ fest.

Virgil beim Luft-raus-lassen
Virgil beim Luft-raus-lassen

Zum anderen hatte er Futter für eine dort lebende Katze dabei, die sich auch gleich mit Heißhunger auf das Mitgebrachte stürzte.

Die Katze
Die Katze

Nach dem kurzen Stop ging es knappe 10 Meilen zur ersten Sehenwürdigkeit:

White Pocket

Der erste Eindruck des White Pocket
Der erste Eindruck des White Pocket

Google Map Ansicht der White Pockets

Das Gebiet sieht im nordöstlichen Teil aus wie riesige Gehirne (die Amerikaner nennen diese auch brain rock) oder wie riesige Blumenkohl Köpfe.

Brain Rock
Brain Rock
Brain Rock aus der Nähe
Brain Rock aus der Nähe
Virgil zum Vergelichen der Größe der brain rocks.
Virgil zum Vergleich der Größe der brain rocks.

Das ganze eingebettet in unzählige Wellentäler, die denen der Wave nicht nachstehen.

Rot gestreifte Wellen
Rot gestreifte Wellen
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Virgil erklärt mir wie enpfindlich die Streifen sind.
Hier erinnern die Strukturen an Fleisch und Knochen
Hier erinnern die Strukturen an Fleisch und Knochen

Der Octopus / Tintenfisch

Die Phantasie lässt einen viele Dinge in den Steinformationen sehen. Unseren Navajoführer überraschte ich mit meiner Interpretation: Octopus.

Er gab mir Recht und sagte, dass er dutzende Male diese Formation zuvor betrachtet hat, aber dass meine Interpretation bisher die Beste sei.

Also – das ist ab sofort Manfreds Octopus!

The Octopus (named by Manfred Waldmeyer)
The Octopus (named by Manfred Waldmeyer)

Merkwürdige schwarze Steine

Auf dem nächsten Bild sieht man neben dem besagten Octopus in dem Wellental viele kleine schwarze Steine. Diese sind leicht matt glänzend, relativ schwer und durchschnittlich 1 bis 2 cm groß.

Merkwürdige schwarze Steine
Merkwürdige schwarze Steine

Ich habe versucht herauszufinden, was es mit diesen Steinen auf sich hat. Leider bisher ohne Erfolg. Meine laienhafte Vermutung ist, dass es sich um Lava Steine aus einer Eruption des Sunset Crater Volcanos nordöstlich von Flagstaff handeln könnte.

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Der Ring ist das Werk einer bekannten weiblichen Besucherin. Der Wind wird sicher das Werk bald wieder verteilen.
Ein Panorama des White Pocket
Ein Panorama des White Pocket

Mal aus der Nähe betrachtet

Hier einige Aufnahmen aus der Nähe.

Empfindliche Sandsteinschichten
Empfindliche Sandsteinschichten
Schachbrettartige Muster im Stein
Schachbrettartige Muster im Stein

Die Natur hat sogar kleine Miniatur-Bögen und Höhlen geformt.

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Was Wind und Wetter alles formen können!
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Miniatur Bögen / Arches
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Ein weiteres Panorama.
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Aus einer geringfügig anderen Perspektive.

Nach gut zwei Stunden waren wir reif für unser Mittagessen. Als Virgil den Kofferraum öffnete waren wir von der Vielfalt des Lunch-Pakets überrascht.

Unser Lunch am White Pocket Parking Lot
Unser Lunch am White Pocket Parking Lot

Nach dem Lunch ging es dann 10 Meilen über Sandpisten zum zweiten Höhepunkt des Tages:

Cootonwood Teepees

DSC01472Im Gegensatz zum White Pocket Bereich darf dieses Gebiet nur mit einem für den betreffenden Tag gültigen Permit des BLM betreten werden.

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Wir sind gleich da und unseren Permit haben wir auch dabei!
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Vom Stellplatz geht es über einen Sandtrail zu den Buttes

Das scheint auch streng überwacht zu werden, denn Virgil hatte beim Verlassen des Wagens vergessen uns nach dem Permit zu fragen. Am ersten Butte angekommen fiel es ihm dann doch noch ein und er lies uns für ca. 15 Minuten alleine, um zurück zum Fahrzeug zu gehen und den Permit an seinem Fahrzeugfenster auszustellen.

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Wir warten auf die Rückkehr von Virgil.
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Er ist zurück und ein Grund für einen Selfie der wieder vollständigen Expeditionsmannschaft

Der Grund für die Zugangsbeschränkung

Sehr kurz nach unserer Wiedervereinigung wurde auch klar, warum hier nicht so viele Besucher herumlaufen sollen.

Es gibt hier unglaubliche Steinformation. Oft nur wenige Millimeter dick. Sehr empfindlich und oft nicht sofort zu erkennen.

Virgil macht für uns einige Aufnahmen der empfindlichen Steinwelle.
Virgil macht für uns einige Aufnahmen der empfindlichen Steinwelle.

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In Gegenrichtung
In Gegenrichtung

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Ja, wir waren da!
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Ein Selfie oder wie ist die Aufnahme entstanden?
Virgil hat die Aufnahme so gemacht
Virgil hat die Aufnahme so gemacht
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Hier die Steinstufe aus etwas Abstand

Jeder Meter öffnet neue Blickwinkel. Die Sonne steht leider mittags sehr hoch, sodass die Farben etwas blass ausfallen.

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Teepees sind Indianer-zelte und so sehen die Felsen auch aus!

Die Natur erschafft Phantasie-gestalten

DSC01522 P1160108 DSC01529 DSC01533 DSC01537 DSC01539Die Zeit vergeht im Fluge. Es ist inzwischen ca. 35 Grad heiß und Virgil versorgt uns mit reichlich Wasser aus seinem Rucksack. Bei der Trockenheit schwitzt man nicht und merkt daher nicht wie viel Wasser der Körper verliert.

An Ende spielt Virgil eine ruhige Melodie auf seiner Flöte.
An Ende spielt Virgil eine ruhige Melodie auf seiner Flöte.

Virgel Homer plays on a flute at Cottonwood Teepees

 Die Rückfahrt

Schon auf der Hinfahrt war es Manfreds Aufgabe die diversen Gittertore für unsere Durchfahrt zu öffnen und zu schließen.

Tor auf
Tor auf
Tor zu
Tor zu

Wir kamen noch am Paw Hole vorbei. Wir haben diese aber nicht besichtigt.  Auf den Satellitenaufnahmen erscheinen diese Formationen den Cottonwood Teepees ähnlich. Vielleicht das nächste Mal! Hier Paw Hole in Google Maps.

Paw Hole
Paw Hole

Road close to Paw Hole Video (bitte Geduld hat etwas Ladezeit)

Schließlich erreichten wir über eine steile Abfahrt beim Lone Tree Reservoir wieder die House Rock Road, die wir Richtung Norden bis zur Highway 89 befuhren.

House Rock Road
House Rock Road

House Rock Road Video in HD

Der Straßenzustand war entgegen anders lautenden Berichten für eine Schotterstraße ausgesprochen gut. Gegen 19:00 kamen wir müde, aber überglücklich wieder bei unserem RV in Kanab an.

Es war ein unvergesslicher Tag. Danke Virgil.