House on Fire

House on Fire

Wir waren dieses Mal abenteuerlustig und haben uns auf die Suche nach einer Anasazi-Ruine der besonderen Art begeben:

dem House on Fire

Aus nachvollziehbaren Gründen ist dieses kleine Juwel nicht leicht zu besichtigen. Es gibt absolut keine Schilder oder andere Hinweise wie man zu der kleinen Ruine unter dem Felsvorsprung gelangt.

Anhand vorhandener Hinweise im Internet haben wir den groben Standort ermitteln können. Es liegt in einem kleinen Tal, dem Lower Mule Canyon parallel zur Highway 95.

Die Roadside Ruins
Die Roadside Ruins

Als Parkplatz für unser Wohnmobil wählten wir die Mule Canyon Roadside Ruins (Google Maps), die circa. 500m westlich der Dirt Road liegen. Wir hatten doch Angst unser großes Fahrzeug würde die schmale Straße doch etwas arg zustellen. Also ging es zunächst am Highway 95 entlang zur Dirt Road.

Am Highway 95 entlag
Am Highway 95 entlang

Das Gebiet steht unter strengem Naturschutz und es bedarf einer gebührenpflichtigen Erlaubnis, einem sog. Permit.

Praktischerweise stellt man sich diesen vor Ort an einer Permit Box selbst aus und wirft die Gebühr in eine Stahlröhre mit Schlitz.

Hier beginnt die Dirt Road mit der Permit Box
Hier beginnt die Dirt Road mit der Permit Box, die genau in der Bildmitte zu sehen ist.

Dann geht es weitere 300m die Dirt Road entlang bis zur ersten Senke.

Die Dirt Road
Die besagte Senke der Dirt Road. Links geht es hinunter in den kleinen Canyon.

Ein Blick nach links zeigt unten im Canyon die Registration Box.

Hier liegt ein Besucher Log aus,  in dem sich jeder Besucher beim Zutritt ein- und bei der Rückkehr wieder auszutragen hat.

Die Registration Box
Die Registration Box

Dann hieß es wandern und Geduld haben.

Ein schmaler Pfad deutet darauf hin, dass doch einige Besucher den Weg benutzen. Dieser schlängelt sich entlang einem Bachlauf, der als wir da waren, bereits ausgetrocknet war. Aber seine Wirkung war trotzdem sichtbar in Gestalt unzähliger Blumen.

Der Bach im Canyon sorgt für aureichend Feuchtigkeit für üpigen Blumenwuchs.
Der Bach im Canyon sorgt für ausreichend Feuchtigkeit für üppigen Blumenwuchs.

Ständig den Blick nach rechts auf die Canyonwand gerichtet ging es mal links mal rechts vom trockenen Bachbett nach Westen.

Nora wurde nach einer guten Meile immer stiller. Aber Ihr Vertrauen wurde belohnt, denn, als wir fast aufgeben wollten, sahen wir unser Ziel:

House on Fire vom Canyon aus gesehen.
House on Fire vom Canyon aus gesehen.

Auf dem Photo ist nicht zu erkennen, dass es zunächst noch eine 45° Steigung über blankem Stein hinaufgeht, bis man schließlich unter dem Vorsprung mit den kleinen Steinhütten ankommt.

Ja, die Waldmeyers waren da!
Ja, die Waldmeyers waren da!

Ganz optimal war bei unserem fast zur Mittagszeit stattgefundenen Besuch der Stand der Sonne nicht. Wenn diese etwas tiefer steht und mehr rötliches Licht enthält wirken die “brennenden” Steinflammen noch stärker. Im Web gibt es etliche bessere Bilder von diesem Effekt. Aber ich denke unsere Bilder sind trotzdem ganz schön geworden.

Die "Flammen" lodern
Die “Flammen” lodern
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Hier vielleicht noch bessere “Flammen”

Wir konnten uns von diesem “magischen” Ort nur schwer trennen und haben uns dort fast eine Stunde aufgehalten und die Stille und Abgeschiedenheit genossen.

Während der Zeit waren keine anderen Besucher im Canyon.

Auf dem halben Rückweg kam uns schließlich doch ein Mann entgegen, den wir freundlich begrüßten und ihm auf seine Frage versicherten, dass die Ruine nicht mehr weit wäre. Er bedankte sich mit dem Wunsch, wir mögen doch seiner Frau, der wir schließlich etwa 200m nach ihm begegnen sollten, sagen, er sei noch am Leben. Das taten wir auch und bestärkten sie ihrem Mann zu dieser wirklich einmaligen Sehenswürdigkeit zu folgen.

Müde, aber zufrieden, erreichten wir auf dem gleichen Weg, wie wir gekommen waren, unser Wohnmobil. Dort haben wir uns erst einmal ein kräftigendes Mittagsessen gekocht bevor wir zum nächsten Stopp, den Butler Wash Ruins, weiter fuhren.

<-Rundreise

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